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Die Luftblasenwäsche
: Dezente Luftblasenreinigung zur Beseitigung von Verunreinigungen {short description of image}
Der Luftstein ist ein 8 inch Mühlstein. {short description of image}
Der Boden ist mit dem Deckel einer Kaffeedose abgedichtet. {short description of image}
Die Luftschläuche gehen in das Loch in der Mitte. Alle Lücken wurden mit Dichtmasse abgedichtet und das Ganze wird mit Kabelbindern zusammengehalten. {short description of image}
Als Luftpumpe dient eine Pumpe mit zwei Ausgängen für ein 140L Aquarium. {short description of image}

Die Luftblasenreinigung: Die Luftblasenreinigung wurde an der Universität Idaho entwickelt und ist die wirtschaftlichste Art, Biodiesel nach der Herstellung zu reinigen. Die Pumpen brauchen nur einige wenige Watt an Strom (der Mischermotor braucht ca. 250-300W) und man braucht nur einen Anteil von 50-75% Wasser im Biodiesel um ihn zu "waschen" im Gegensatz dazu braucht es drei bis viermal soviel bei der herkömmlichen Misch-Waschmethode.

Man braucht viele verschiedene Teile aus dem Aquariumhandel- diese Teile sind nicht teuer und man kann sie sich in der Größe anpassen an den Reinigungstank. Man braucht eine Pumpe- einige haben schon einen Filter eingebaut, der für andere Dinge nützlich sein kann. Alle haben eine Hauptstromleitung und eine Luftleitung. Nur wenige haben auch Schalter, da sie auf Dauerbetrieb ausgelegt sind- ein Pluspunkt! Sie sind leise- ein weiterer Vorteil- aber sie vibrieren und geben einen tiefen Brummton von sich- 50-60 1/sek., abhängig vom Zulauf. Man braucht weiterhin einen Luftstein. Die kleinen sind die besten, da sie sehr kleine Blasen bilden, allerdings lösen sich einige der aus Plastik bestehenden Kapillarschläuche (besonders die blauen- warum auch immer) auf durch den Biodiesel. Einige sind ca. 6 inch lang mit klaren Plastik- Innenteilen. Alternativ kann man auch größere Pumpen mit zwei Steinen betreiben, indem man ein T-Stück in die Luftleitung einsetzt- je mehr Blasen es gibt, um so besser ist es. Alles was man zu tun hat ist, die Pumpe einzustöpseln und sie zwei oder drei Tage lang laufen zu lassen und den PH Wert des Biodiesels regelmäßig zu überprüfen. Idealerweise sollte er bei 7,5 -also neutral- liegen.Der Vorgang funktioniert wie folgt: Nachdem jede Luftblase im Luftstein entstanden ist, steigt sie durch die Wasserschicht hindurch in die Mittelschicht. Während sie durch den Biodiesel steigt, trägt sie einen Wasserfilm mit sich. Dieser wäscht den Biodiesel indem sie dort hindurchgeht. Wenn die Blase die Oberfläche des Biodiesels erreicht hat platzt sie und setzt einen kleinen Tropfen Wasser frei, der durch den Biodiesel hindurch nach unten fällt und ihn wiederum reinigt. Intelligent! Das Wasser und der Biodiesel werden nicht, wie bei der Misch- Methode, die daher viel länger dauert, ineinander verrührt. Die Pumpe kann an der Seite des Reinigungstanks angebracht werden. Die Vibrationen unterstützen den Separationsvorgang. Es verstärkt das Geräusch dennoch nicht, aus der Sicht einer glücklichen Familie. Man fragt aber besser nicht danach, was alles schief gehen kann- es wird passieren! Wenn der Biodiesel, der klar aus dem Mischbehälter kommt plötzlich trübe wird sobald er mit Wasser vermischt wird, dann hat man vielleicht zuviel Lauge (Natrium Hydroxid, Ätznatrium, Kalium Hydroxid oder was auch immer) zu der Reaktion beigegeben. Zusammen mit Wasser ergibt das dann Seife. Das ist nichts was einen beunruhigen sollte, auch nicht wenn es wie Hühnersuppe aussieht! Man gebe ein wenig Säure ins Waschwasser- nicht zuviel. Zitronensaft (Zitronensäure), Essig, Battrie- (Schwefel-) Säure, Phosphorsäure- jede Säure ist brauchbar, fragt sich nur, wie man hinterher sein Waschwasser entsorgen will! Nach einem halben Tag überprüft man es nochmals. Wenn die Seife sich nicht abgesetzt hat, sollte man einen weiteren Schluck Säure hinzugeben, dann wird es funktionieren. Die Wäsche sollte man so lange wiederholen, bis daß der Biodiesel klar und neutral ist. Nebenbei bemerkt: Wenn man Kalium Hydroxid als Base und Phosphorsäure zur Neutralisierung verwendet, ist das (sehr trübe) Waschwasser gut als Flüssigdünger für den Garten zu gebrauchen, da es viele Phosphate (die gut für die Wurzelbildung sind) und Kaliumsalze enthält.

Warum muß man den Biodiesel überhaupt reinigen? Weil es unerwünschte und unnötige Inhaltsstoffe entfernt, wie z.B. überschüssiges Methanol, alkalische Seifen, Wachse und Säuren. Es schützt vor möglichen Schäden am eigenen Motor oder dem eines anderen. Im ungünstigsten Falle entstehen Talgester nach der Herstellung einer Einheit, die viele tierische Fette enthielt. Bei niedrigen Temperaturen trüben sie den Biodiesel ein und kristallisieren aus. Man sollte dann versuchen, eine kleine Menge davon auf 40°C zu erwärmen, dann sollte der Biodiesel klar sein, auch wenn die Flüssigkeit abkühlt, nachdem man sie untergerührt hat. Wenn es so ist, dann ist alles in Ordnung. Wenn nicht, läßt man die Mischung ein paar Tage abstehen und füllt das klare Ester von oben her ab. Die trübe Schicht mischt man dann unter die nächste Ladung. Diese Menge darf man aber nicht in die Berechnung der Alkali- und Methanolmengen einbeziehen.

 

Englisch- Übersetzungen:http://www.talknet.de/~sthl S. Helbig