veggiepower logo
Eine durchlaufende Biodiesel Anlage:

Die Anlage besteht aus 12 Teilen:

Methanol Behälter » Säurebehälter » Methanol Oxyd Mischer »
Ölbehälter » Öltrockner » Behälter für heißes Öl » Dosierpumpe » Hauptmischer
Methanol Rückgewinnung » Glyzerin Abscheider » Biodiesel Reiniger » Biodiesel Behälter.

Die Anlage ist auf eine Menge von 200 Liter am Tag ausgelegt. Dazu braucht es einen Hauptmischer, in dem man 8 Liter für eine Stunde lang stehen lassen kann. Die ungefähre Durchflußmenge beläuft sich auf ca. 140 ml/h. Indem man das (Durchfluß)Volumen so niedrig wie möglich hält, ist die benötigte Wärme-Energiemenge recht klein, verglichen mit einem Stufensystem, weil man Wärme besser wiedergewinnen kann und die Anlage auch besser zu isolieren ist. Das System sollte nicht mehr als 15A bei 240V benötigen. Wo immer es möglich ist, werden Standardteile, bzw. leicht herzustellende Teile verwendet.

Zunächst wird das Öl auf 150°C erhitzt, damit jegliche Wasseranteile verdunsten. Dies geschieht, indem es über eine heiße Platte geleitet wird, die auf eine Temperatur von 150-160°C eingestellt ist. Wenn man Öl erhitzt, sinkt das Wasser gewöhnlich zu Boden- unter das Öl. Breitet man es jetzt über eine große Oberfläche aus, so verdampft das Wasser sehr schnell. Das Öl läuft dann erst mal in einen Auffangbehälter, da es noch zu heiß ist für die Hauptanlage. Es wird gekühlt a.) mit einem Wärmetauscher, der mit dem Kühlwasser zugleich das übrige System auf Temperatur hält und b.) indem es einen Destillierapparat aufheizt, mit dem man Methanol aus Biodiesel zurückgewinnt.

Das Öl fließt dann durch eine Dosierpumpe, die parallel zur Dosierpumpe des Methanoloxyds läuft. Diese Pumpen arbeiten pneumatisch. Die Luftzufuhr wird durch zwei Gasmagnetventile geregelt, die wiederum von zwei Blinkgebern pulsierend angesteuert werden. Die Frequenz kann durch externe Widerstände (ggf. Poti) variiert werden. Die Hauptanlage besteht aus einem oszillierenden Durchflußmischer, der im folgenden Link auch einmal abgebildet ist: http://www.cheng.cam.ac.uk/groups/polymer/OFM_page.html

Für den Mischvorgang selbst benötigt man wiederum eine pneumatische Pumpe, die hier nun an beiden Ausgängen mit beiden Seiten der Anlage verbunden ist. Den Mischer erstellt man aus 50mm Stahl(flex)schlauch. Die Leitbleche sind Stecker aus dem Automobilbereich, die in der Mitte auf 25mm aufgebohrt werden. Diese werden dann im Abstand von 75mm auf die Gesamtlänge von 4m verteilt angebracht. Damit der Mischer etwas kompakter wird, besteht er aus vier Schläuchen à 1m. Diese kommen in ein Kühlwasserbad von 75mm Durchmesser.

Der Auslauf führt dann wieder zurück in den Destillierapparat, der sich in dem Heißölbehälter befindet. Das wiedergewonnene Methanol wird durch die Abluft der Pneumatikventile abgekühlt. Jede überschüssige Wärme wird wiedergewonnen, indem sie durch den Hauptölbehälter geleitet wird bevor sie in die Abscheider und Reinigungstanks geht. Um die Kapazität des Mischerschlauches zu erhöhen, müßten sie entsprechend länger sein, die Pumpen müßten neu eingemessen bzw. vergrößert werden und der Öltrockner müßte größer sein.